25. Oktober 2011
DIE LINKE. Ratsfraktion Münster fordert Düngemitteleinschränkung statt Phosphat-Ausfällung

DIE LINKE. Ratsfraktion Münster setzt sich dafür ein, dass Phosphate, Nitrate und Pflanzenbehandlungsmittel nicht in das Grund- und Oberflächenwasser gelangen. Insbesondere im zukünftigen Naturschutzgebiet Aa-Aue soll in einem Uferrandstreifen von 20 m Breite beiderseits der Aa die Verwendung von Düngemittel aufgegeben werden. In der verbleibenden Aue ist die Düngemittelverwendung einzuschränken, so dass keine Phosphate und Nitrate in die Wasserkörper gelangen können. Hier gilt das Prinzip der Ursacherhaftung.

"Pflanzenbehandlungsmittel haben im Naturschutzgebiet keinerlei Berechtigung", so Ralf Henrichs, Mitglied im Umweltausschuss für DIE LINKE. Ratsfraktion Münster. "Die Nutzungseinschränkungen sollen durch Satzungsänderung der Naturschutzgebietsverordnung festgeschrieben werden. Auf diese Weise können technische Maßnahmen im Lebensraum Aa-Aue verwmieden und Steuermittel eingespart werden."

EU-Recht wirkt. Bis zum 22. Dezember 2015 sind die oberirdischen Gewässer Deutschlands in einen guten ökologischen und guten chemischen Zustand zu versetzen. Das schreibt das Wasserhaushaltsgesetz vor, welches die europäische Wasserrahmenrichtlinie in deutsches Gesetz umsetzt. Ralf Henrichs weist darauf hin, dass das Gesetz einen umfassenden ökologischen Ansatz verfolgt. Dabei sieht das Gesetz technische Renaturierungsmaßnahmen nicht vor.

Mit dem vom Tiefbauamt Münster geplanten Bau eines zweiten Gewässerarmes der Aa in Höhe des Hauses Kump, sowie durch die kontinuierliche Einbringung chemischer Phosphat-Fällungsmittel in die Aa in Höhe der Sentruper Straße,soll die Blaualgenentwicklung im Aasee reduziert werden. Beide Maßnahmen bekämpfen Symptome und sind selber erhebliche Eingriffe in den Lebensraum der Aa und ihrer Aue.

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