07. Dezember 2016
[Haushaltsänderungsantrag] Kulturszene fördern statt nur das Wolfgang Borchert Theater!

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Munster moge beschließen:

1. Die ungebundenen Projektmittel des Kulturamtes sollen um 50 Prozent von rund
200 000 auf rund 300 000 Euro erhöht werden, um Nachwuchs, Aktualität und
Vielfalt fördern zu können.

2. Budgetneutrale Möglichkeiten sollen verbessert werden. Die städtisch vorhandene
Technik soll effektiver genutzt werden können. Der Verwaltungsaufwand für
Förderungen soll vereinfacht werden.

3. Die freie Kulturszene soll wie die Theaterlandschaft eine Finanzformel bekommen,
die sicherstellt, dass die Kostenentwicklung aufgefangen wird. Für alle Instrumente
kommunaler Kulturförderung soll eine regelmäßige Aufstockung um drei Prozent
erfolgen.

4. Es soll ein Eigenmittelfonds geschaffen werden, weil Fördermittel vom Land, Bund
sowie der EU davon abhängig sind und oft können erst durch den Nachweis von
Eigenmitteln größere Summen für Kultur nach Münster geholt werden.

Begründung:
Die große Kulturszene, die an Münsters Vielfalt wesentlichen Anteil hat, muss endlich
deutlich aufgewertet und finanziell verstärkt gefördert werden. Im Gegensatz zum
Wolfgang Borchert Theater, das jetzt zusätzlich 60 000 Euro jährlich erhalten soll, fehlt
aber hier die Unterstützung. In der „Freien Szene“ (= Gesamtheit aller in Münster
produzierenden Künstler*innen, Ensembles, Einrichtungen und Strukturen in freier Trägerschaft) der Kulturschaffenden in Münster arbeiten nach eigenen Angaben rund 3000
Menschen, davon rund 1200 als in Münster wohnhafte, freischaffende Künstler*innen.
Die Freischaffenden haben in den vergangenen Jahren Kürzungen hinnehmen müssen,
von Inflationsausgleich gar nicht zu reden, und teilweise sind die Mittel real auf 50 Prozent
der Kaufkraft gesunken, wobei das Gleiche geleistet werden soll. Die Stadt sollte
wenigstens versuchen, den Stand zu halten und hat jetzt die Chance, nicht weniger als
einen „Strukturwandel“ für die freie Szene in die Wege zu leiten.

Rüdiger Sagel, Fatma Kirgil, Ortrud Philipp, Heiko Wischnewski
DIE LINKE. Ratsfraktion Münster

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