Armut in Münster: Jedes 4. Kind betroffen!

Armut ist in Münster keine Ausnahme mehr, denn auch in unserer Stadt ist die Armutsquote, nach einer neuen Studie des Deutschen Paritätischen Wohlfahrts- verbandes auf mittlerweile 14,6 Prozent deutlich gestiegen und vor allem Alleinerziehende, Kinder und Ältere sind davon betroffen.

 


Gegenmaßnahmen sind daher dringender denn je erforderlich.Damit ist auch in der eigentlich reichen Stadt Münster die Armut in rasch zunehmendem Maße angekommen. Nicht nur im Straßenbild und in einigen Stadtteilen ist dies mit bloßem Auge zu erkennen.

Während Münster mit einer Armutsquote von 11,5 Prozent im Jahr 2006 noch den niedrigsten Wert in NRW hatte, liegt die Stadt jetzt schon im Mittelfeld. Denn allein im Jahr 2013 stieg die Armutsquote um über 1 Prozent auf 14,6 Prozent Ende desselben Jahres.

Besonders betroffen von Armut in Münster sind 5700 Kinder, d.h. 22,4 %  leben mittlerweile unter Armutsbedingungen. Die meisten davon leben in den nördlichen Stadtteilen Münsters, in Coerde und Kinderhaus. Kinderarmut bedeutet nicht nur materielle Knappheit sondern oft auch fehlende Bildungschancen, schlechte Berufsperspek- tiven, schlechterer Gesundheitszustand, weniger kulturelle Teilhabe, weniger Bewegung, weniger soziale Kontakte und Netzwerke.

Bereits bei den letzten Haushaltsberatungen hat sich DIE LINKE deshalb mit einem Antrag für eine Verdoppelung der Finanzmittel gegen Kinderarmut eingesetzt und dies nach zähen Verhandlungen auch erreicht. Dabei darf es jedoch nicht bleiben!
Fakt ist ebenfalls, dass sich die Zahl der Leistungsberechtigten nach SGB II (Hartz IV) seit fünf Jahren bei rund 20.000 eingependelt hat. Insgesamt sind Hartz IV, prekäre Arbeitsverhältnisse, Zeitarbeit, 450-Euro-Jobs, 1-Euro-Jobs und tariflose Betriebe auch in Münster auf dem Vormarsch.

All dies sorgt für mehr Armut und eine ebenso rasch steigende Altersarmut. Denn selbst viele, die jetzt Arbeit haben werden schlecht bezahlt und ein Mindestlohn von 8,50 Euro ist letztlich viel zu niedrig, um Altersarmut zu vermeiden.

DIE LINKE ist sich in ihrer Kritik an der Bundesregierung einig und fordert mit dem Paritätischen Sozialverband (DPWV), der die aktuelle Studie vorgelegt, hat ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Armut mit einem Volumen von 15 Milliarden Euro. Die Finanzierung sollte eigentlich kein Problem sein, denn die Reichen werden in Deutschland immer reicher.

Daher muss das Paket zur Armutsbekämpfung insbesondere durch Umverteilung von oben nach unten, eine Millionärssteuer und höhere Spitzensteuern finanziert werden.   

Weitersagen

redtube deutsche porno Düğün fotoğrafçısı seo backlink